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Stand: 4/2015

 

Welches sind die Grundsätze
des Medical Nordic-Walking?

1. Erstellen eines krankheitsspezifischen Kurses. Angebot, Thematik, technische Durchführung und Krankheitspsychologie müssen für Patienten mit gleichen Krankheitsbildern und Krankheitsgraden angepasst werden. Unterschiedliche Fitnesszustände, Altersgrade und geschlechtsspezifische Merkmale sind zu beachten.

2. Die Auswahl des geeigneten Trainingsgeländes. Unwegsames und zu profiliertes Gelände sind für Medical Nordic Walking nicht geeignet. Überlastungen müssen stets vermieden werden. Eine schnelle Rückkehr an den Ausgangsort sollte möglich sein.

3. Die Aufnahme einer detaillierten Anamnese. Ohne die Kenntnis über die entsprechenden Krankheitsbilder der Patienten darf kein Training erfolgen. Wichtig ist auch die Kenntnis über die Medikamenteneinnahme der Teilnehmer. Besondere Vorsicht ist beim Training mit Herz- Kreislaufpatienten und frisch operierten Teilnehmern zu gewährleisten.

4. Die ärztliche Abklärung der Teilnahmefähigkeit. Ohne das ärztliche ok. darf die Aufnahme des Trainings nicht erfolgen. Bei bestimmten Krankheitsbildern empfiehlt sich das Anfordern eines Belastungs- EKG und eines großen Blutbildes, sowie eine schriftliche Stellungnahme des behandelnden Arztes.

5. Das Trainer–Arztgespräch. Viele Krankheitsbilder sind von extremer Ausprägung. Interdisziplinäres Vorgehen ist bei solchen Patienten von äußerster Wichtigkeit. Die Patienten sagen oft nicht die Wahrheit über ihre Belastungsfähigkeit. Die Zusammenarbeit mit Ärzten, Physiotherapeuten und Psychologen erhöht die Wahrscheinlichkeit des medizinischen Erfolges.

6. Ständiges Überprüfen der Teilnehmer vor und während der Trainingsstunden. Fragen über die akute Befindlichkeit, Beobachtung von Körpersprache und Hautfarbe, Blutdruckmessung und der Einsatz von Herzfrequenzmessgeräten sollten ständiges Handwerkszeug sein. Hat der Teilnehmer seine Notfallmedikamente dabei? Notfalls selbst einige Notfallmedikamente mitführen – Vorsicht! Wichtig für den Trainer – Handy!

7. Sofortiges Anpassen der Belastung an die akute Fitnesssituation. Unbedingt Überlastungen vermeiden. Nicht nur die Herz-Kreislaufsituation beachten sondern auch bei Techniktraining, Gymnastik oder ähnlichen Übungen schonend vorgehen.

8. Für einen erfolgreichen Medical Nordic Walking Kursus ist es notwendig die Teilnehmer in speziellen Theoriestunden zu gesunder Lebensführung zu animieren. Themen wie Ernährung, das Herz-Kreislauf-System, Entstehung der entsprechenden Krankheitsbilder, das „Metabolische Syndrom“ oder der „Bewegte Arbeitsplatz“ können angeboten werden.

9. Der Patient in seiner Ganzheit steht im Vordergrund, nicht die Technik. Sie ist beim Medical Nordic Walking, in abgewandelter Form, lediglich ein geeignetes Instrument in der gesamten Therapie.

10. Medical Nordic Walking erfordert den ganzen Nordic Walking Trainer. Kenntnisse in Anatomie, Physiologie, Orthopädie, Notfallmanagement und Kommunikation sind unerlässliches Werkzeug. Die Gruppenstärke sollte nie größer als 6–8 Personen sein. Für Medical Nordic Walking sollte die Instructor-Ausbildung so wie Hospitationsstunden in Medical Nordic Walking Gruppen Vorraussetzung sein.